USV und RaspberryPi im SmartHome 1/2

In der Vergangenheit kam es immer mal wieder im Abstand von Monaten bzw. Jahren zu Problemen mit SD Karten im RaspberryPi, der als Hardware für mein openHAB SmartHome dient. Das habe ich zwar durch geeignete SD Karten und durch den Wechsel auf eine externe SSD sehr gut in den Griff bekommen, aber ein Problem bleibt:

Bei einem komfortablen SmartHome System bleiben regelmäßige Schreibvorgänge einfach nicht aus und ein Dateisystem kann vieles ab, aber Stromverlust im Schreibvorgang killt diese mit einer großen Wahrscheinlichkeit. Dann denkt man sich, okay der Strom ist ja eigentlich immer da, also alles save. Jedoch sind verschiedene elektrische Verbraucher in einem normalen Haushalt nicht immer gut von einander getrennt und da kann es schon mal vorkommen, dass entweder der Leitungsschutzschalter klickt oder der Fehlerstrom-Schutzschalter (FI) auslöst. Wenn es das nicht ist, dann ist es der Bagger in der Straße, der mal das falsche Kabel erwischt. Oder viel Wahrscheinlicher: Der Besuch sieht ne Steckdose und zieht mal eben das Netzteil raus, um sein Handy dort zu laden.
Kurzum, es passiert zwar nicht oft, aber irgendwann hat man einfach keine Lust mehr immer die Backups neu einspielen zu müssen weil mal wieder der Pi ohne Strom war. Dazu kommt, dass die Probleme meist immer dann in dem SmartHome meiner Eltern auftauchen, wenn ich natürlich nicht in der Nähe bin.

Daher habe ich mir gedacht, der PI könnte ja mal eine USV vertragen. Da gibt es bereits viele verschiedene fertige Lösungen, angefangen von einem kleinen Akku auf einem Pi HAT bis hin zu Powerbanks etc. Aber alle dies Lösungen kosten meist ohnehin immer mindestens genauso viel wie der Pi selber und blockieren ein oder mehrere Schnittstellen des Pis. Außerdem wollte ich im Fall eines Stromausfalls gerne informiert werden. Das funktioniert natürlich nur, wenn der Router auch bei einem Stromausfall noch weiter läuft (vorausgesetzt die Vermittlungsstelle im Viertel hat noch Strom). Daher habe ich mich entschieden eine gebrauchte APC USV mit geringer Leistung bei Ebay-Kleinanzeigen für 20 € zu kaufen. Dazu brauchte ich noch für 15 € ein neues 12V Bleiakku und fertig ist die Hardware.

An die USV ist der heimische Router und ein Switch mit PoE angeschlossen. Das Problem ist aber, dass der Router und damit auch die USV nicht in der Nähe des Pi stehen, dieser aber per Ethernet über die Hausinstallation verbunden ist. Also noch ein gebrauchten PoE Splitter (2 €) erstanden und fertig ist die USV für den Pi inkl. Internet.

Jetzt muss aber auch noch die Diagnoseschnitstelle (per USB) der USV irgendwie an den Pi angeschlossen werden, bzw. die Information davon am Pi ankommen. Das benötige ich, damit bei schwacher Akkuspannung der USV des Pis noch vernünftig herunter fährt und vorher noch per Mail und Massanger eine Nachricht an mich sendet. Damit das funktioniert, müsste man jetzt entweder ein teures Netzwerkmodul für die USV kaufen, oder man behilft sich einfach eines ausrangierten RaspberryPis oder einem RaspberryPi Zero. Dieser kann die Verbindung mittels apcupsd zur USV herstellen und den anderen Pi die Meldung weiterleiten. Wie genau ich das realisiert habe, folgt in einem weiteren Artikel.

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1 Antwort zu USV und RaspberryPi im SmartHome 1/2

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