Kampf gegen Sollbruchstellen

kaputter Elko

Heute kam die neue Hardware für unseren Wohnzimmer/MediaPC. Da ich noch ein ca drei Jahre altes be quiet Netzteil hatte habe ich kein Netzteil mit bestellt. Die Hardware war schnell zusammen gebaut und an das Netzteil angeschlossen, aber das Netzteil machte keinen Mucks und somit der neue PC auch nicht. Daraufhin habe ich das Netzteil ohne Mainboard angeschmissen und alle Spannungen durch gemessen. Laut Multimeter waren alle Spannungen so wie sie sein sollten. Als nächstes habe ich dann mein anderen PC ausgeschaltet und die neue Hardware dort an das Netzteil angeschlossen. Da funktionierte alles Einwandfrei. Daher war wohl das alte Netzteil kaputt.

Darauf hin habe ich das alte Netzteil auseinander genommen und bin auf einen leicht aufgeblähten Elko gestoßen. Nach dem ich besagten Elko ausgelötet und nachgemessen hatte, war klar er war wirklich kaputt. Er hatte nur noch 1/5 seiner Kapazität. Daher lag die Vermutung sehr nahe, dass irgendeine Versorgungsspannung des Netzteils bei Last zusammenbrach. Da ich leider kein gleichwertigen Elko da hatte, habe ich aus einem anderen alten Netzteil ein ähnlich großen Elko ausgelötet und mit einem kurzen Kabel eingebaut, da dieser etwas dicker war als der original Elko.

 

Da das Netzteil ansonsten noch völlig in Ordnung ist vermute ich mal, dass der Elko als Sollbruchstelle dienen sollte damit das Netzteil nach der Garantie relativ schnell den Geist aufgibt. Jetzt funktioniert aber alles wieder. Bei der nächsten Bestellung werde ich dann den passenden Elko mit bestellen um die provisorische Lösung die man auf den Bildern sehen kann um eine Dauerhafte zu ersetzen.

 

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5 Antworten zu Kampf gegen Sollbruchstellen

  1. Valentin sagt:

    Ich kenne das Problem, bzw. ein ähnliches mit dem geplanten Zerfall. Kurz nach Ablauf der Garantie bzw. gesetzlichen Gewährleistung ist der Kabel für die Stromversorgung (kurz nach dem Stück, wo der Strochanschluss sitzt) meines Sony Vaio durchgeschmolzen. Ich musste den kompletten Laptop zerlegen, aber dann kurz gelötet und funktionierte danach wieder wie geschmiert.

    Ich habe auch bei einer Internetrecherche gesehen, dass dieser Punkt des Notebooks bei sehr vielen Menschen Probleme verursacht. Es ist auch wirklich traurig, dass solche Techniken notwendig sind, aber bei vielen scheint's wohl zu funktionieren. Eine Reparatur beim Hersteller lohnt sich nicht, da hätte ich mir wahrscheinlich gleich nen neuen kaufen können.

    • Kalle sagt:

      Das Problem kenne ich auch nur zu gut. Vor zwei woche hatte ich ein ähnliches Problem, dass bei meinem Zweitnetzteil für mein Lenovo das Kaltgerätekabel kaputt gegangen ist. Pünktlich einer Woche nach dem die Garantie vorbei war bröselte die Isolierung los und die Sicherung flog anschließend heraus.
      Darauf hin habe ich den Verkäufer kontaktiert und der hat sich leider völlig uneinsichtig verhalten. Das Problem ist, dass es ein sogenanntes bewegliches Teil ist und daher muss darauf nur 6 Monate Garantie gegeben werden.
      Bei dem werde ich garantiert nichts mehr bestellen.

  2. dakira sagt:

    Ich empfehle als Informationsquelle dazu übrigens das Board badcaps.net. Da gibt es zu fast allen Geräten mit Sollbruchstellen Auflistungen mit Ersatzteilen und Bezugsquellen.

    • Kalle sagt:

      Danke für die Info, da werde ich mal vorbei schauen.
      Das in Monitoren öfters mal mehrere Kondensatoren kaputt gehen habe ich auch schon gehört und erlebt. In der Regel sind es zwar keine Cent Bauteile, aber dafür 10 Cent Bauteile. 😉

      Gruß
      Kalle

  3. dakira sagt:

    Bei meinem Samsung Monitor (mit super 1a S-PVA-Panel) sind mir gleich 6 Elkos aufgeplatzt. Samsung wollte 250 Euro für die Reparatur. Ich hab erst mal das Teil auseinander genommen, was sich als gar nicht so einfach erwiesen hat. Die Kaputten Elkos waren schnell identifiziert, aber leider hatte ich noch nie gelötet. Im Fablab um die Ecke haben mir die Jungs dort mal eben gezeigt, wie man das macht. Im Conrad um die Ecke hab ich mir dann die entspr. Ersatz-Elkos geholt und zack, ist der Monitor wieder top 🙂 Finanzieller Einsatz lag bei etw. mehr als einem Euro.

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